Viele Frauen müssen daher wiederkehrend mit falschen Wahrnehmungen und Vorurteilen kämpfen. Diese können dazu führen, dass Frauen weniger ernst genommen werden oder dass ihre Fähigkeiten und Leistungen unterschätzt werden.
Darüber hinaus sind Frauen in Führungspositionen und technischen Rollen oft weniger vertreten. Die Ursache sind grundsätzliche strukturelle Barrieren und Herausforderungen. Sie können berufliche Entwicklung und beruflichen Erfolg erschweren. Für Erfolg
braucht es dann größere Anstrengungen und mehr Ressourcen.
Die Stereotypen, die in der Gesellschaft noch immer vorherrschen, wirken sich auch auf die Berufs- und Studienwahl aus. So zeigt die Bildungsforschung, dass viele Jugendliche Berufe und Studiengänge von vornherein ausschließen, weil sie vermeintlich nicht zur eigenen Geschlechtszugehörigkeit passen. Dieses Berufswahlverhalten trägt in Deutschland zu einem stark nach Geschlecht aufgeteilten Arbeitsmarkt bei, fast so, als gäbe es tatsächlich Berufe nur für Männer oder Frauen. Brechen wir dieses Denken nicht auf, dann verschwenden wir wertvolles Talent. Richtig ist: Berufe haben kein Geschlecht und Menschen sind vielfältig. Ihre Stärken und Fähigkeiten sind individuell angelegt, ganz unabhängig davon, welcher Geschlechtergruppe sie angehören.