Die Geschlechtsspezifische Medizin als Teilgebiet der Humanmedizin und der personalisierten Medizin, auch Gendermedizin genannt, beschäftigt sich mit dem Einfluss von – biologischen sowie soziokulturellen – Geschlechteraspekten auf die Prävention, Entstehung, Diagnose, Therapie und Erforschung von Erkrankungen. Denn wir wissen noch viel zu wenig darüber.
Der Gender Data Gap in der Medizin bleibt weiterhin riesig: Eine Auswertung von fast 4.500 Studien ergab, dass das Kriterium Geschlecht bei nur 4 % einbezogen wurde. Eine
Umfrage ergab, dass 20 % der niedergelassenen Allgemeinmediziner*innen das Geschlecht bei der Vergabe von Medikamenten nie berücksichtigen. Das alles ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko für Frauen, es kann auch Frauenleben kosten.