Man tut den Frauen doch keinen Gefallen, wenn man ihnen verantwortungsvolle politische Positionen gibt.

Seit über 100 Jahren dürfen Frauen wählen und gewählt werden. Obwohl Frauen in den 
letzten Dekaden in Politik und Gesellschaft deutlich sichtbarer geworden sind und mit Angela Merkel von 2005 bis 2021 erstmals eine Frau als Bundeskanzlerin die Regierung in Deutschland anführte, ist der Blick in die deutschen Parlamente ernüchternd.

Sei es auf kommunaler Ebene, auf Landes- oder Bundesebene: In allen Parlamenten sind Frauen in der Minderheit, ihr Anteil ist sogar rückläufig.
Die Ursachen sind vielfältig und haben ihren Kern in sich hartnäckig haltenden tradierten Rollenerwartungen an Frauen und Männer. Echte Gleichstellung ist hier noch nicht erreicht. Strukturelle Barrieren und männlich geprägte Parteikulturen erschweren Frauen nach wie vor den Zugang zu politischen Ämtern.
Bis zum 23. Februar 2025 waren im Deutschen Bundestag 35 Prozent der Abgeordneten Frauen.  Im weltweiten Vergleich liegen wir damit nur auf Platz 47 von 188. Nach der Bundestagswahl 2025 ist der Frauenanteil im Deutschen Bundestag auf unter ein Drittel gesunken.
Aufgrund von Veränderungen in der Zusammensetzung des Landtags stieg die Zahl der Frauen im baden-württembergischen Parlament durch Nachrückerinnen bis Januar 2021 auf 26,6 Prozent. Baden-Württemberg hat damit erstmals die langjährige Schlusslichtposition bei der Repräsentanz von Frauen im Landesparlament abgegeben.
Die geringe politische Beteiligung von Frauen ist ein strukturelles, historisch von tiefsitzenden stereotypen Rollenzuschreibungen geprägtes Problem. Mehr als 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts wird es Zeit, diese Barrieren zu überwinden und Frauen und Männern eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe zu ermöglichen.
 
Für deine Playlist:
  • SOFFIE – Für immer Frühling
  • Vivir Quintana, Mon Laferte - Cancion Sin Miedo
  • Woman Life Freedom – Sevdaliza 
  • Hostile Government Takeover (EDM Remix) – AGiftFromTodd & Vinny Marchi
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