Buchtipp: J.M. COETZEE: „Der Pole“

von Heidi Bange

Das Buch vom Nobelpreisträger wird als Weltliteratur gefeiert. Als Leser braucht man Zeit, um den Kern der Geschichte zu erfassen. Der Pole ist ein Pianist, der auf Einladung des Musikkreises Barcelona dort ein Konzert gibt. Widerwillig betreut ihn die schöne Beatriz, geht nach dem Konzert mit ihm Essen. Alles mühsam, er spricht nur Polnisch. Trotzdem macht er ihr Avancen, schwärmt für sie. Es kommt nach mehreren Treffen zu einem sexuellen Beisammensein auf Mallorca. Danach hört sie lange nichts von ihm bis seine Tochter aus Polen anruft und sagt, dass ihr Vater gestorben ist. Für Beatriz hat er einen Kasten hinterlassen. Sie fährt hin und findet ein viele Manuskripte von Geschichten, die er für sie schrieb. Erst jetzt kann man als Leserin die Tiefe der Beziehung verstehen. 
 
 

Das Buch kann in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.
 
 
 
 
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