Ausstellung: "Gegen das Schweigen" - Fünf Femizide , fünf Stimmen

Den ganzen Juli 2026 findet im Zonta Store, Steinstraße 20, Offenburg eine Ausstellung über Femizide statt. Diese kann zu den Öffnungszeiten (Samstags von 10 - 14 Uhr) besichtigt werden.
 
Die Fotografien, Kurztexte und Audiobeiträge basieren auf realen, aktuellen Fällen aus Baden-Württemberg. Die Audiofassungen sind fiktionale Gestaltungen, inspiriert von den realen Ereignissen, und geben den Frauen mit künstlerischer Freiheit eine innere Stimme.
 

Femizide in Deutschland
In Deutschland wird im Durchschnitt nahezu jeden Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet oder schwer verletzt. Viele dieser Taten erscheinen statistisch als „Beziehungstaten“ und werden damit sprachlich verharmlost. In Wahrheit handelt es sich um geschlechtsspezifische Gewalt, um Femizide.
 
Hintergründe und gesellschaftlicher Kontext
Gewalt gegen Frauen beginnt selten mit einem Verbrechen. Oft ist sie Teil einer langen Entwicklung: psychisch, ökonomisch, körperlich – bis sie eskaliert. Femizide sind das tödliche Ende dieser Gewaltspirale. Die Täter stammen überwiegend aus dem direkten Umfeld der Frauen. Betroffen sind Frauen aller Altersgruppen und Lebensrealitäten. Die fehlende einheitliche Erfassung von Femiziden erschwert die Sichtbarkeit dieses Problems, obwohl es kein Randphänomen ist, sondern ein strukturelles.
 
 
Ansprechpartner